„Ein Mensch muss lächeln können“, weiß Voker Scharl, einer der beiden Geschäftsführer der Amberger Zahnwerkstatt. „Wer Probleme mit seinen Zähnen hat, dem fehlt ein Stück Lebensqualität.“ Auf genau diesem Gebiet leistet der Zahntechniker weltweit beachtete Pionierarbeit. Mitten in der Altstadt fertigen Volker Scharl und sein Team Kronen, Brücken, Inlays und Zahnersatz mittels modernster Technik und zeigen damit dem globalen Wettbewerbsdruck tapfer die Zähne. 

Ein starkes Team

Die beiden Gründer Volker Scharl und Wolfgang Klinger sind Schulfreunde seit der ersten Klasse. Sie besuchten die Meisterschule für Zahntechniker in München und machten sich anschließend gemeinsam in ihrer Heimat selbstständig. Über die Jahre wuchs ihr Team auf  25 Mitarbeiter. Scharl und Klinger wissen, wie schwer gutes Personal heutzutage zu finden ist und setzen deshalb auf eine starke Bindung unter Kollegen. Eine Mitarbeiterin ist bereits seit 1992 in der Firma. Mit zwei neuen Auszubildenden und verschiedenen Teambuilding-Maßnahmen soll auch die Zukunft des Betriebs in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Gemeinsame Firmenfeiern wie das anstehende Sommerfest auf der Kartbahn fördern den Gemeinschaftsgeist. Das schweißt die Gruppe zusammen und bildet das Fundament eines langfristig erfolgreichen Unternehmens. 

Zahnersatz für jeden Geldbeutel

„Wir leben in einer Zweiklassengesellschaft, was den Zahnersatz betrifft“, findet der Gründer. In seinem Metier sind Preise um die 10.000 Euro für Highend-Zahnersatz keine Seltenheit, aber nicht alle Patienten können sich solche Investitionen leisten. Hier kommen dann sogenannte Tradingfirmen ins Spiel, die den Zahnärzten günstigeren Zahnersatz aus China anbieten. Dass diese Produkte meist unter verheerenden Bedingungen in Entwicklungsländern wie Laos, Vietnam und Kambodscha gefertigt werden, erfahren die Patienten selten. Scharl beobachtet diese Situation mit wachsender Sorge: „Die Leute vergessen, dass sie ein Medizinprodukt bestellen. Dass sich solch ein meist minderwertiger Zahnersatz oftmals wie ein Fremdkörper anfühlen kann, bedenkt kaum jemand.“ Eine Teilschuld an dieser Misere sieht der Unternehmer in der Politik. Bereits 1997 organisierte er eine Demonstration mit rund 200 Zahntechnikern in Amberg. Rund 10 Jahre später beschlossen Scharl und Klinger mit einem speziellen Angebotskatalog ein neue Preisstrategie zu testen. Für preissensible Patienten und Kunden bieten sie weniger Produktvarianten und einen weniger flexiblen Zeitplan zu günstigeren Konditionen an. So optimieren Scharl und Klinger die personelle Auslastung und folgen ihrem Firmenmotto: „Zähne für jeden Anspruch und jeden Geldbeutel.“

Keine Kompromisse bei der Qualität

Was „Made in Germany“ in der Zahnwerkstatt bedeutet, wird bereits bei den verwendeten Werkzeugen deutlich. Sie sind mit Naturdiamant beschichtet, um Metallabrieb zu vermeiden, der schon in atomaren Mengen Allergikern schaden könnte. Auch bei der Entwicklung des Materials liegt der Unterschied im Detail. Volker Scharl sitzt häufig bis tief in die Nacht vor seinen Messgeräten, um seine Hochleistungswerkstoffe zu analysieren. Die Mühe macht sich bezahlt: Seinen Kunden zufolge ist alles, was aus der Zahnwerkstatt kommt, deutlich stabiler als andere Produkte. Sein selbst entwickeltes Material ZirLuna setzt aktuell neue Maßstäbe auf dem internationalen Dentalmarkt. Scharls Motto

„Wenn es etwas noch nicht gibt,
muss ich es eben machen“

zeigt sich auch in der Pionierarbeit, die er im Bereich der Primärteleskope leistet. Für diese Art des herausnehmbaren Zahnersatzes entwickelte er bereits 1998 die weltweit erste Variante aus Keramik. Im englischsprachigen Raum werden solche Teleskopkronen als „German crowns“ bezeichnet, weil sie sich insbesondere wegen des notwendigen technischen Know-hows als eine deutsche Besonderheit gelten. 

Fortschritt durch Technik

Zum Erfolg der Firma trägt auch die frühe Auseinandersetzung mit der Digitalisierung bei. Bereits 1995 führte Volker Scharl erste maschinenelle Tests mit damals noch primitiven Mitteln durch. Heute stehen mehrere hochpreisige Spezialmaschinen im Untergeschoss der Zahnwerkstatt. Dazu zählt ein digitales Vermessungssystem für den Biss, wie auch eine spezielle Fräsmaschine aus Schweden. Für letztere mietete der Unternehmer einst extra eine kleine Halle an. Eine Münchner Firma schickte  Datensätze für die Produktion und das fertige Produkt ging direkt zum Kunden. „Das war die neue Welt“, erzählt der Zahntechnikermeister.

Kurz nach der Installation kamen Firmenchefs, Forscher und Entwickler aus Tokio, USA und Südamerika nach Amberg, um Zeugen der Dentalrevolution zu werden.

Bald darauf schickte die ganze Branche ihre Tests nach Amberg und es wurden zusätzliche Maschinen angeschafft, um Fräsdienstleistungen für weitere Zahntechnik-Kollegen anzubieten. Mit diesem Konzept gründeten Scharl und Klinger 2005 ihre zweite Firma ACF, das Amberger Central Fräs-Center, und entwickelten sich langsam aber sicher zum Marktführer im Bereich Zahntechnik.

Leidenschaft für den Beruf

„Als Angestellter in der Dentalindustrie würde ich sicherlich mehr verdienen, aber ich arbeite lieber an meinen eigenen Projekten. Ein hoher Anteil des Gewinns wird deshalb immer reinvestiert.“, erzählt Scharl. Der Unternehmer hat kein Abitur. Er hat sich früh auf das Handwerk fokussiert und wusste immer genau, was er will. Er könne sich auch nicht vorstellen, mit 65 Jahren einfach in Rente zu gehen. Er betreibt Konzentrationssportarten wie Schießsport und Kampfsport und er macht gerne Motorradausflüge mit seiner dreizehnjährigen Tochter oder seiner Männerclique. Dies halte ihn fit. Von seinem Hobby, dem Motorradrennsport, lerne er auch viel für den Berufsalltag. Präzision und Teamgeist zum Beispiel. Außerdem sei das ganze Leben ja irgendwie wie Motorradfahren.


Nur Geraden wären langweilig.
Erst die Kurven und Umwege
machen den Weg spannend.

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Fr. 08.00 Uhr – 15.00 UhrBearbeiten“Revolution der globalen Dentalbranche“

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