Wer die Tage durch die Altstadt schlendert und an der Ecke Bahnhofstraße – Untere Nabburger Straße vorbei kommt, sollte einen genauen Blick in die Schaufenster werfen. 

Der vermeintliche Leerstand ist ja gar nicht mehr so leer. Im Schaufenster sind farbenfrohe Werke der jungen Amberger Künstlerin Marlena Simmet zu sehen. 

Born and raised in Amberg

Marlena ist in Amberg aufgewachsen und nach wie vor eng mit ihrer Heimat verbunden.

Sie besuchte das Johanna-Decker-Gymnasium und wechselte dann zum Abi an das Max-Reger-Gymnasium. Nach ihrer Schulzeit zog sie nach München um Germanistik und Kommunikationswissenschaft zu studieren. Aktuell arbeitet sie in München in einem Buchverlag.

Zurück nach Amberg, zu ihrer Familie und ihren Freunden, kommt Marlena regelmäßig und freut sich jedesmal besonders, wenn sie sieht, dass Amberg auch für junge Leute immer attraktiver wird.

Mehr als ein Hobby

Marlena stammt aus einer Künstlerfamilie und malt seit sie denken kann – ihre Mama ist Innenarchitektin und ihr Opa war Bauingenieur in Amberg. Schon als kleines Mädchen hat sie mit ihrem Opa gemeinsame Skizzen gezeichnet.

Auch während ihrem Studium war für Marlena die Kunst ein wichtiger Ausgleich. Die Leinwände wurden immer größer und immer mehr und irgendwann war kein Platz mehr in der kleinen Studentenbude. So kam’s zur ersten Ausstellung in München.

„Die Bilder wurden immer mehr und ich hatte keinen Platz mehr in meiner Studentenbude. Da dachte ich mir, bevor ich sie wegschmeiße, zeige ich sie doch lieber – so kam’s zur ersten Ausstellung.“

Kunst im Leerstand

Nach zwei weiteren Ausstellung in München war Marlena wieder auf der Suche nach Schaufenstern für einen neue Ausstellung. Durch einen spontanen Zufall hat sich die Möglichkeit in Amberg ergeben. Marlena war sofort begeistert von der Lage und freut sich ihren Teil dazu beizutragen, ihre Heimatstadt bunter zu gestalten und zu beleben.

Marlena teilt sich die Fenster mit ihren Amberger Künstler-Vorbildern Heini Hohl und Achim Hüttner – ein echter Fangirl-Moment für sie!

„Es ist für mich eine ganz große Ehre und Freunde neben den bekannten Amberger Künstlern Achim Hüttner und Heini Hohl, die ich schon seit meiner Kindheit kenne, zu hängen.“

Faces & Frauenkörper

Angefangen hat Marlena hauptsächlich mit abstrakten Bildern. Heute malt sie am liebsten Gesichter in knalligen Ölpastel. So hat sie für eine Ausstellung in München all ihre Freundinnen in bunten Farben porträtiert.

Auch nackte Frauenkörper sieht man auf Marlenas Werken immer wieder – die Formen faszinieren die Künstlerin.

Wer also beim nächsten Einkaufsbummel, Kaffeeklatsch oder Eisessen durch die Altstadt schlendert, sollte unbedingt einen Blick in die Schaufenster in der Unteren Nabburger Straße 1 werfen!